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Model::schema() - CORE/cake/libs/model/model.php, line 938
Model::setSource() - CORE/cake/libs/model/model.php, line 789
Model::__construct() - CORE/cake/libs/model/model.php, line 483
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Model::__constructLinkedModel() - CORE/cake/libs/model/model.php, line 667
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ClassRegistry::init() - CORE/cake/libs/class_registry.php, line 142
Model::__constructLinkedModel() - CORE/cake/libs/model/model.php, line 667
Model::__createLinks() - CORE/cake/libs/model/model.php, line 638
Model::__construct() - CORE/cake/libs/model/model.php, line 491
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Dispatcher::dispatch() - CORE/cake/dispatcher.php, line 171
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Das Meer als offenes Experimentierfeld zwischen Technik und Poetik
Als das, was die Schiffe und ihre Geschicke lenkt, verehrte man in der Antike fortuna gubernatrix: die Glücksgöttin am Ruder. Sobald ihr aber die Renaissance auch Insignien wie geblähte Segel und fallende Würfel verlieh, war die alte Schicksalsgottheit zur Galionsfigur neuzeitlicher Handels- und Entdeckungskunst geworden. Nun versinnbildlichte sie nautische Technologien und das Wissen um Zufall und Chance. Und fortan wurde fortuna di mare zum Terminus technicus für all jene Seegefahren, die einzukalkulieren aktives ›Risikohandeln‹ meint. In dieser Doppelperspektive von Bild und Begriff, Metapher und Medium erschließt die Studie das Meer als ein offenes Experimentierfeld zwischen Technik und Poetik, als einen Horizont unterschiedlichster Passagen zwischen Seefahrt und Literatur.
Literaturwissenschaft
Gouvernementalität
Schiffbruch
Seefahrt
Rites de passage
Kulturgeschichte
Insel
Poetologie des Wissens
Poetik
Risiko
Archiv
Gefahr
Kapitalismus
Topographie
Kontingenz
Kybernetik
Experiment
»Das über die Jahrhunderte entstandene Seemannsgarn ist endlos, es an einigen zentralen Stellen mit großer Sorgfalt aufgedröselt zu haben, ist das Verdienst von Burkhardt Wolf«. Florian Welle, Süddeutsche Zeitung
studierte Literaturwissenschaft, Philosophie und Kulturwissenschaften. Er lehrt am Institut für Deutsche Literatur der Humboldt-Universität zu Berlin. Aktuell ist er Gastprofessor an der University of California, Santa Barbara. Zuvor war er im Bereich des Journalismus, der Ausstellungsplanung, des Verlagswesens und als Übersetzer tätig. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Poetologie der politischen Repräsentationen und Sozialtechnologien; Archivierungspraktiken; literarische Anthropologie und Affektgeschichte; DIskursgeschichte von Gefahr und Risiko; Mentalitätsgeschichte von Gewalt und Religion; Kultur- und Literaturgeschichte des Meers und der Seefahrt.
»Die das Meer befahren, wollen auch gewinnen, erwerben; aber ihr Mittel ist in der Weise verkehrt, daß sie ihr Eigentum und Leben selbst in Gefahr des Verlustes setzen. Das Mittel ist also das Gegenteil dessen, was sie bezwecken. Dies ist es eben, was den Erwerb und das Gewerbe über sich erhebt und ihn zu etwas Tapferem und Edlem macht.«